- "Die Anderen" -


Hexen- (Bratzen-) Jagd am CFG

Um dem CFG diesmal wenigstens halbwegs Objektivität zukommen zu lassen, bringen wir hier zwei verschiedene Versionen von verschiedenen Redakteuren. (Meinungsvielfalt!)

1. Version

(wu) Große Erwartungen hegten wir Pranke-Redakteure hinsichtlich des Clara-Fey-Schülerball, der am 19.5. gegen 20:00 Uhr stattfinden sollte. Der wurde nach einem altbewährten Prinzip im Foyer im Altbau abgehalten. Nicht ganz so altbewährt und solide schien der kümmerliche Garderobenständer zu sein, der sich unter der Last vieler schultergepolsteter Jeans- oder Lederjacken bog und außerdem den recht stattlichen Haufen gescheiterter Jacken bewachte, die bei dem gnadenlosen Konkurrenzkampf um einen Kleiderhaken auf der Strecke geblieben waren. Dafür bewies die Trennung von Kasse und Bonverkauf Organisationstalent und Einfühlungsvermögen,da sich so der angeheiterte Gast auf der Jagd nach der begehrten Wertmarke zwischen zwei gleich verlockenden Tischen entscheiden durfte. So konnte die ansonsten etwas eintönige Suche nach Bons mit einem pfundigen Glücksspiel verbunden werden, frei nach dem Motto:"Werde ich es diesmal schaffen,den Bonverkauf von der Kasse zu unterscheiden?". Hatte man sämtliche Hindernisse überwunden, bekam man für sein Geld einen Becher aufgewärmtes Markenbier, das Sehnsucht nach einer echten Adelskrone Jahrgang 93 entstehen ließ. Allerdings erwies sich die charmante Bedienung als lobenswert tolerant, da auch SGS-Bons ohne kritisches Hinterfragen oder auch nur einen skeptischen Seitenblick als gültiges Zahlungsmittel akzeptiert wurden. Dieser verblüffende Freiheitsgeist setzte sich in der Dekoration des Foyers fort, die sich aus an Klopapier erinnernde Kreppapierfetzen zusammensetzte, welche mit der wilden Ausgelassenheit eines bekifften Nasenbärs im ganzen Raum verstreut waren. Wer sein Heil nicht im Tanz oder in den Getränken fand, konnte sich den kulinarischen Genüssen gegrillter Koteletts oder Würstchen hingeben, die auf dem Pausenhof zum Verzehr freigegeben wurden. Auch bot sich die Möglichkeit, diverse Horrorgestalten zu besichtigen, da manche Clara-Fey-SchülerInnen sich als Vampir, Hexe oder sogar als südafrikanischer Nacktmull verkleidet hatten. Resümierend ist festzustellen, daß der Oberstufenball ein nie dagewesener Erfolg für das Image der Schule war, wenn man sich auch alle erdenkliche Mühe gab, dies geschickt zu vertuschen.

2. Version

(hs) Am 19.5.1993 war es endlich wieder mal so weit. Die Hexen vom CFG hatten den Rest der Schleidener Schulwelt (natürlich auch wieder zig Steinfelder samt Mantel) zur Walpurgisnacht eingeladen. Als man dann, aus Angst vor den Hexen schon leicht angetrunken, das Hähnchen hochhechelte, standen bereits einige Hexen an der Straße, um allen Autos ein feines Plätzchen zuzuweisen. Dies endete jedoch im Laufe des Abends in den typischen Off-Limit-Abschlepp-Warnungs-Durchsagen, da natürlich keiner auf dem Driesch parkt, da man dann ja noch eine Menge Kraft aufwenden muß, um am CFG einzutreffen.

Na ja, nachdem man nun schließlich seine 2 DM berappt hatte und nun im Hexenbunker stand, wollte natürlich auch das Bier hier oben auf Tauglichkeit überprüft werden, welches, Gott weiß warum, wieder in umweltschädigenden Plastikbechern ausgeschenkt wurde und dementsprechend schmeckte (vergleichbar mit Faßmilch aus Coladosen). Das Beste an diesem Bier war, daß man es sowohl mit den an der Kasse gekauften braungrauen Bons, als auch mit diversen roten, gelben, blauen Bons, die noch irgendwo im Portemonnaie rumflogen, bezahlen konnte.

Die Musik von Off-Limit, hervorragend in die Boxen gezaubert, ließ öfters gute Stimmung auf der Tanzfläche aufkommen, die allenfalls durch das Rumgeschubse und Hin- und Hergelatsche einiger Leute gestört wurde, was jedoch bei der Masse der Menschen nicht auszuschließen war.

Doch als dann die Stimmung auf dem Höhepunkt war, war der beste Schülerball des CFG seit dem letzten auch schon wieder vorbei, aber daran hat man sich ja bereits gewöhnt. Aber um das Zitat des mit Abstand schönsten Blankenheimerdörflers (Jhrg. 12) aufzunehmen: "Es war ein schöner Abend!" (Obwohl das für ihn und einige andere nicht zutraf!!!)