- Musikwissenschaft -


"Holdri-o, juvivallerale-ra, ha-ha-ha"

(cj) Wer von uns hat sich noch nicht darüber geärgert? Zur besten Sendezeit werden abends Sendungen wie "Eurovision der Volksmusik", "Die goldene Hitparade der Volksmusik" oder "Grand Prix der Volksmusik" ausgestrahlt.

Macht Volksmusik dumm? Um dieser Frage nachzugehen, wollen wir den Text eines bekannten Volksliedes einmal genau analysieren und auf seinen intellektuellen Gehalt hin überprüfen: "Schwarzbraun ist die Haselnuß" - Schon die Überschrift will uns eine Aussage glauben machen, die der nach Wahrheit strebende Zuhörer nicht uneingeschränkt gelten lassen kann. Die Farbe der Haselnuß unterscheidet sich erstens bezüglich ihres Alters (z.B. sind junge Haselnüsse grün gefärbt), und zweitens nach der Art des Gewächses. Es gibt nämlich auch den roten Haselnußstrauch. Bei einer "normalen" Haselnuß überwiegt ein hell- bis mittelbrauner Farbton, wohingegen die Farbe schwarz nicht vorherrscht. Die in der Überschrift formulierte Aussage kann also einer streng logisch-botanischen Analyse in keiner Weise standhalten, im Gegenteil, hier wird eine subjektive Verallgemeinerung vorgenommen, die die mannigfaltige Erscheinungsform der Haselnuß ernsthaft in Frage stellt.

Die erste Strophe beginnt mit der Zeile: "Schwarzbraun ist die Haselnuß, schwarzbraun bin auch ich, ja ich." Ganz offensichtlich unternimmt der Autor den Versuch, seine Person mit einer Haselnuß in Beziehung zu bringen. Leider erfahren wir von dieser Beziehung nur, daß eine farbliche Übereinstimmung gegeben ist. Über den Autor selbst können wir jedoch mehr in Erfahrung bringen: Er ist schwarzbraun, was bedeutet, daß er politisch auf der äußersten Rechten steht, d.h. er wird von einer Ideologie beeinflußt, die konservatives und rechtsextremes Gedankengut miteinander verbindet.

Die zweite Zeile lautet: "Schwarzbraun muß mein Mädel sein, gerade so wie ich." Daraus ergeht, daß er nur eine Frau zu akzeptieren im Stande ist, die die gleiche politische Meinung wie er vertritt, d.h. auch sie muß rechtsradikale Ansichten befürworten.

Die letzte Zeile der ersten Strophe lautet wie folgt: "Holdri-o, juvivallerale-ra, ha-ha-ha, holdri-o, juvivallerale-ra, ha-ha-ha, ra". Mit diesem markanten Ausruf bekundet der Autor seine Freude darüber, ein Rechtsradikaler zu sein.

Die zweite Strophe beginnt dann mit den Worten: "Mädel hat mir Busserl geben, hat mich schwer gekränkt, ja gekränkt." Wenn wir einmal von der hanebüchenen Vergewaltigung der deutschen Sprache absehen und uns auf die inhaltliche Aussage zu konzentrieren versuchen, erfahren wir, daß der Autor durch den Kuß eines Mädchens sehr verletzt wurde. Daraus müssen wir schlußfolgern, daß der Autor homosexuell ist; das Lied könnte also den Versuch eines Coming-Outs darstellen.

Der Autor bekennt sich zum Rechtsradikalismus und zur Homosexualität. Daß er signifikante geistige Defizite aufweist, wird uns klar, wenn wir uns vor Augen halten, daß Rechtsradikale homosexuellen Menschen extrem feindlich gegenüberstehen. Beide Positionen sind also praktisch miteinander unvereinbar. Die sich bietende Lösung des Problems stellt sich wie folgt dar: Der Autor leidet an Schizophrenie, d.h. an einer Persönlichkeitsspaltung, die es ihm ermöglicht, rechtsextreme und homosexuelle Neigungen gleichermaßen auszuleben.

Der Text geht so weiter: "Hab ichs ihr gleich wiedergeben." Erneut widerspricht sich der Autor. Wenn er homosexuell ist, sollte er unter normalen Umständen kein Mädchen küssen. Daß der Autor abwechselnd homosexuell und heterosexuell agiert, erhärtet den Schizophrenieverdacht. Mit den Worten "ich nehm ja nichts geschenkt" bringt er sein ganz persönliches Unverständnis darüber zum Ausdruck, daß Liebe auch unentgeltlich entgegengebracht werden kann. Für ihn scheint also die Prostitution die gängige Form zwischenmenschlicher Beziehungen darzustellen. Wie überhaupt alle vier Strophen endet auch diese mit dem oben schon besprochenen Urschrei.

Zu Beginn der dritten Strophe sagt der Autor: "Mädel hat nicht Hof noch Haus, Mädel hat kein Geld, ja Geld." Das besagte Mädchen ist also arm und mittellos. Diese Armut läßt den Autor aber völlig kalt; er sagt: "Doch ich geb es nicht heraus, für alles in der Welt." Diese Zeile belegt eindeutig, daß er nicht nur rechtsradikal, homosexuell und schizophren, sondern darüber hinaus auch geizig und egoistisch ist, will er doch für nichts in der Welt dem armen Mädchen etwas Geld herausgeben. Dieses charakterschweinische Verhalten freut ihn auch noch so sehr, daß er prompt wieder beginnt zu jodeln.

Da die vierte Strophe inhaltlich das gleiche aussagt wie die erste, muß ich auf sie nicht mehr näher eingehen.

Was haben wir nun über den Text des Liedes herausgefunden? Das Volkslied "Schwarzbraun ist die Haselnuß" handelt von einem schizophrenen, homosexuellen und egoistischen Rechtsradikalen, der die Prostitution verherrlicht.

Aus meinen Ausführungen geht eindeutig hervor, daß Volksmusik zur Ausländerfeindlichkeit in Deutschland beiträgt, den Sittenverfall fördert und das psychische Wohlbefinden unserer Bürgerinnen und Bürger ernsthaft gefährdet. Ich fordere daher:

Musikanten aller Länder vereinigt Euch!!!

Es lebe die musikalische Revolution!!!

Nieder mit der Volksmusik!!!